St. Stefan: Ein architektonisches Mosaik der Jahrhunderte
Die Pfarrkirche St. Stefan präsentiert sich heute als beeindruckendes Zusammenspiel verschiedener Epochen. Das markante Langhaus wurde zwischen 1903 und 1905 im neuromanischen Stil errichtet, doch das Fundament der Kirche reicht viel tiefer in die Geschichte zurück. So integrierte man beim Bau geschickt den Turm des Vorgängergebäudes, der eine spannende architektonische Doppelrolle spielt: Während sein gotisches Fundament bis ins späte 13. Jahrhundert datiert, stammt der markante achteckige Aufsatz aus der Zeit des Barock.
Das historische Herzstück der Kirche verbirgt sich im Erdgeschoss des Turms. In der heutigen Taufkapelle – dem einstigen Chorraum der alten Kirche – wandeln Besucher auf den ältesten Spuren des Gotteshauses. Besonders sehenswert sind hier die spätmittelalterlichen Gewölbe-Fresken aus der Mitte des 15. Jahrhunderts sowie der prachtvolle barocke Hochaltar von 1767. Einen spannenden Kontrast dazu bildet die Ausstattung des Hauptschiffs: Der dortige Hochaltar wurde 1905 von den namhaften Südtiroler Gebrüdern Moroder gefertigt und unterstreicht die künstlerische Bedeutung der Kirche zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
