Badische Neueste Nachrichten, 07.04.2026, Roland Spether
Jugendliche in Fautenbach feiern die Jugendosternacht mit persönlichen Glaubenszeugnissen
Achern. Wie kann Jesus von den Toten auferstehen?
Über diese Frage scheiden sich seit 2.000 Jahren die Geister. Doch das „Wie“ ist für die jungen Christinnen Thea Huber und Amelie Sackmann aus Lautenbach weniger bedeutsam als die Tatsache, „Dass“ er in ihrem Leben spürbar wird.
Beide hatten sich - wie erfreulich viele weitere Jugendliche und Firmlinge aus der neuen Kirchengemeinde - um das Osterfeuer vor der Jugendkirche Fautenbach versammelt. Sie warteten auf den Beginn der Jugendosternacht mit Pater Johannes Oelighoff und Diakon Gereon Burster und haben schon persönliche Erfahrungen von Ostern gemacht. „Für mich ist Jesus wie ein Schutzengel, der mich in meinem Leben begleitet“, meinte Amelie Sackmann. Eine solche Erfahrung machte auch Thea Huber, die davon überzeugt ist, dass „Jesus im Herzen von Menschen weiterleben kann“.
„Voll Furcht und großer Freude“ lautete das Thema in der Nacht der Nächte des Christentums. Diese Nacht hatte für die Jugendlichen bereits nachmittags mit Workshops begonnen. Dabei bereiteten sie mit den Teams der Osternacht und der Jugendkirche die Feier vor.
Hier wurde in einem Gespräch zwischen Pater Johannes, Paula Falk und Pauline Kollmansberg (Regieteam) der zentrale Kern der Osterbotschaft aufgegriffen: Dass Jesus nach der Kreuzigung von den Toten auferstanden ist und sich als der Lebende den Jüngern gezeigt hat. Nach den biblischen Zeugnissen waren es Frauen, die sich auf den Weg zum Grab machten, es leer antrafen und überwältigt waren von dem Unfassbaren. Dabei wurden sie von Furcht ergriffen, aber auch von großer Freude erfüllt, sodass sie nach Hause liefen und es den Jüngern erzählten.
Genau dieser Moment wurde in der Gesprächsszene thematisiert. Denn dies war der Übergang von der Jesusbewegung hin zur Entstehung der jungen Kirche. Dieser Übergang wurde zum Beginn des Christentums. Dies war die alles entscheidende Dynamik des leeren Grabes und dies wurde den Besucherinnen und Besuchern mit der Übergangsthematik sehr gut vor Augen geführt. Überdies durften sie auch eigene Erfahrungen zu den Fragen „Was kommt Neues auf mich zu?“ , „Worauf freue ich mich“ und „Was macht mir Mut?“ auf kleine Zettel schreiben und als „Blüten“ an einen „Osterbaum“ hängen. Der war eines der Yarisha Wilhelm und Anne Hübner verständlich erklärten Symbole entlang eine sehr schönen Liturgie mit Osterfeuer, Osterkerze als „Licht des Auferstanden“ und Tauffeier. Diese erinnerte an das eigene Christwerden und den Auftrag, wie die Jünger damals Jesus im persönlichen Leben zu verkünden.
Das Licht des auferstandenen Jesus mit Osterfeuer und Osterkerze leuchtet hell in der Jugendkirche in Fautenbach. Dort haben erfreulich viele Jugendliche das wichtigste Fest der Christenheit vorbereitet und gefeiert. Foto: Roland Spether